Vegan nur ein Trend?

 

 

Für einige Menschen leider ja, für die Lebensmittelbranche ganz bestimmt, und für uns:

ein klares "NEIN".

 

 

Die Entscheidung, sich vegan zu ernähren oder ganz zu leben, ist eine weltweite friedliche Rebellion von Menschen, die Tiere als Mitgeschöpfe betrachten und sich verantwortlich zeigen für die Erhaltung unserer Natur und unserer Ressourcen.

 

Weltweit ist der Fleischkonsum gestiegen wie nie zuvor. Dies hat die Industrialisierung der Tierproduktion zur Folge. Tiere werden als Ware künstlich vermehrt und unter qualvollen Bedingungen gemästet, um dann möglichst schnell grausam getötet zu werden.

 

Es sind Lebewesen; sie haben eine Wahrnehmung, ein Erinnerungsvermögen und Gefühle. Es ist unvorstellbar, wie sie dieses entsetzliche Leid nur aushalten können, wohlwissend, dass ihr ganzes Dasein nur einem Zweck vorbestimmt ist: Damit die Fleisch-/Tierindustrie immer mehr Geld verdient und die Menschen ihr unersättliches Bedürfnis nach Fleisch stillen können.

 

Es ist schon lange wissenschaftlich bewiesen und auch von der Weltgesundheitsbehörde bestätigt worden, dass der Mensch weder Fleisch noch Milchprodukte für Gesundheit und Wachstum benötigt. Ganz im Gegenteil: Ein zu hoher Fleischkonsum fördert nachweislich Krebs, Diabetes Typ 1 und Osteoporose. Nur Vitamin B12 ist von Bedeutung für uns und kann aus Sojaprodukten, Nüssen und veganen Nahrungsergänzungskapseln bezogen werden. Das Kalzium in Milchprodukten wird durch den hohen Eiweißanteil überwiegend wieder ausgeschieden. Wie bei allen Säugetieren werden auch bei uns Menschen nur die Babys mit Muttermilch genährt. Diese wird den Kälbern in der Milchindustrie vorenthalten, sie werden bereits nach wenigen Stunden von ihren Müttern getrennt. Eine Milchkuh ist weder glücklich noch gibt sie einfach so Milch.

 

Die Folgen der Massentierhaltung sind sowohl für die Natur als auch für die Menschen, die in ärmeren Ländern geboren wurden, katastrophal. 70 Prozent des globalen Getreideanbaus dienen dem Futteranbau für "Nutztiere". Für 1 kg Fleisch/Tier werden 22 kg Getreide und 20.000 Liter Wasser benötigt. Das sind elementare Grundnahrungsmittel, die den Menschen in Entwicklungsländern fehlen. Menschen in Futteranbau-Regionen - wie Südamerika - leben in Hunger und Armut. Pestizide und Dünger für den Futtermittel-Anbau verschmutzen Grundwasser, Böden und Luft. In Südamerika wird der Regenwald für die Rinderzucht zerstört. 1/3 aller fossilen Energien wird für die Fleisch-/Tierindustrie verschwendet. Die CO²-Emissionen liegen um 18 Prozent höher, als der gesamte globale Verkehr verursacht.

 

Welchen sachlichen, logischen und emotionalen Grund gibt es dafür, Tiere/Fleisch zu essen?

 

Jeder Einzelne kann etwas ändern und jeder Einzelne sollte seinen Beitrag leisten, um folgende Generationen vor Schlimmerem zu bewahren, denn die Reaktion der Natur kommt rasant schnell. Nach einer amerikanischen Studie isst ein Mensch ca. 37 Tiere pro Jahr und durchschnittlich 2.700 Tiere im Leben! Menschen, die kein Mitgefühl für andere Lebewesen entwickeln können, verändern unsere Welt ins Negative. Rücksichtnahme, Mitgefühl, anderen etwas geben, wenn man doch genug hat, Hilfe anbieten, einfach nur freundlich sein, nicht nur sich selber sehen, achtsam mit der Natur und seinen Mitmenschen umgehen - das sind doch Tugenden, die schon lange verlorengegangen sind, obwohl sich viele danach sehnen.

 

 

Wir Veganer sind unbequem. Die Antiveganer fühlen sich "auf die Füße getreten", denn wir klären auf und machen die Schlachthäuser gläsern. Wir verstecken uns nicht mehr, denn es ist wichtig, alle wachzurütteln und eine Veränderung herbeizuführen. Es gab schon in den letzten sechs Jahrtausenden Veganer, und wir haben viel prominente Unterstützung: Buddha, Pythagoras, Konfuzius, Leonardo da Vinci, Tolstoi, Mahatma Gandhi, Kafka, Montserrat Caballe`, Dustin Hoffman, Paul McCartney, Anni-Frid von ABBA, der Erfinder von

Kellogg´s Cornflakes und sogar Lisa Simpson und Mr. Spock.

 

Die Frage, ob vegan nur ein Trend ist, kann man mit einem klaren "Nein" beantworten. Immer mehr Veganer finden in sozialen Netzwerken zueinander, organisieren sich zu Initiativen und Vereinigungen und betreiben umfangreiche Aufklärung.

 
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© André Scherer, Veganica® Bio-Manufaktur